Samstag, 27. Juni 2009

Hostel 2 4/3


Nun habe ich fast zwei Wochen im 'Dingo Blue' verlebt und habe ein gespaltenes Gefuehl es am neachsten Montag zu verlassen. Da am Freitag mir zwei Deutsche mit ihrer uebersturtzten Abreise nach der ersten Nacht mal wieder bewiesen, wie ahnungslos die Backpacker doch hier in diesem Abenteuer landen. habe ich es mir nun zur Aufgabe gemacht eine Anzeige fuer dieses Etacembletement zu erstellen.





Dingo Blue ausgezeichnet mit 5 gruenen Tomaten


Fuer ihr Geld bekommen Sie hier mehr geboten als in jeder anderen Unterkunft


Wir bieten:

  • Lattenrost-Thaimasagen die ganze Nacht mit/ohne Gesellschaft

  • Stuendlicher Weckruf Tag und Nacht durch hauseigenen Feueralarm

  • stadtberuehmter Drachen, Hausdrachen, der beim morgentlichen Rumschreien zusaetzlich den Dreck im Hostel von einer Ecke in die andere schiebt

  • 24-stuendiges Entertainment wofuer die eigenen Zimmergenossen oder die restlichen maennlichen Bewohner sorgen und dessen Funfactor mit Alkohol gesteigert werden kann

  • ausgezeichnete Klimaanlage im Winter und unweltfreundlich dazu durch die Nutzung von undichte Fenster und Tueren und Weglassen von Heizkoerpern

  • kulinarische Kuesche mit taeglichen abwechselden voellig neuen Speisen im Waschbecken, auf dem Bodem und im Kuehlschrank zufinden

  • gute Verkehrsverbindung mit nur 3 Schritten aus der Vordertuer heraus stehen Sie schon auf den Bahngleisen


...und das Ganz fuer nur ein bisschen mehr Dollar, als ein Einzelzimmer in der City in Sydney mit zwei herzallerliebsten Mitbewohner


Fuer alle die, die anderes gewoehnt sind, empfehlen wir

  • Ohropax,

  • Bettwaesch am besten gleich das ganze Bett,

  • Plattobadelatschen fuer die Duschen,

  • Desinfektionmittel 5 Liter muessten fuer eine Woche reichen,

  • Gasmaske fals das Passivrauchen von 'Weed' bei ihnen ungwoehnlicher Wirkung hervorruft, erwuenschte Nebenwirkungen ausgeschlossen

  • genuegend Praeservative fuer die beiden nebenan, damit sie mit guten Gewissen nicht schlafen koennen

  • Lieblingsmusik in CD und mp3 Form damit auch mal ihr Musikgeschmack beim neachtlichen Beschallen des Hostels getroffen wird,

  • Insektenspray fuer giftiges Ungeziefer an die anderen gewoehnen Sie sich schon

  • und Nerven aus Stahl.....

mit zubringen oder gleich woanders ein Zimmer mieten....


Wir begruessen sie herzlichst im Dingo Blue und wuenschen Ihnen einen angenehmen Aufenthalt Ihre nicht vorhandene Hostelleitung


Samstag, 20. Juni 2009

Ein Tag auf dem Feld

4.40 Uhr klingelte mein Handy...'bin doch gerade erst eingeschlafen'...
nun musste alles schnell und zur gleichen Zeit erledigt warden, ohne die noch schlafenden Maenner zu wecken (was nicht fair war, da sie der Grund waren warum K. und ich nur 4 Stunden geschlafen habe)...wir wollten ja nicht an unserem ersten Arbeitstag zu spaet sein. Bei dem Anblick der Kleidung der anderen im Bus wurde uns klar, dass wir uns von unseren heisz geliebten Jeans und Pullis verabschieden muessen, da sie dies offensichtlich nicht heil ueberstehen werden. Nach einer halben Stunde auf den Sonnenaufgang und den Rest der Truppe warten, bekamen Tick, Trick und Track (Der 'Bambi' aka K. und das 'Lindhase' also ich) eine Einfuehrung in die Wissenschaft der Tomatenfarben,
die nur halb so lange dauerte, wie die drei Schritt zum Tomatenbeet.
Sobald die Sonne uns genuegend Licht zum Arbeiten spendete, hoerten wir ein lautes Brummen auf uns zurollen...die Tomatenmaschienen kamen auf das Feld, platzierten sich und klappten unsere Arbeitsplaetze aus. Die Monster lassen je Tomaten Reihe zwei Sitze runterhaengen mit denen man dann auf der Hoehe der Tomaten durch die Reihen faehrt und sie aus den Buschen pflueckt. Diese werden dann durch ein Transportband in die Mitte der Maschichen gebracht und gesammelt. Ich bin ja fuer Gelichberechtigung aber das Wort kennen die Bauern zum Glueck hier nicht und so muszten die Maenner hinter uns Maedels mit einem Eimer laufen und den haengen gebliebenen Rest einsammeln.
8 Stunden mit 15 Mitnuten Pause schlugen wir uns dann durch die Buesche und versuchten so schnell, wie die anderen die Tomaten zugreifen, ohne die Bekanntschaft von Krabbelfiechern zumachen. Naja...die ein oder andere Tomate blieb dann bei mir heangen, da eine darauf sitzende Spinne mich mit ihrem fiesen Blick davon ueberzeugte, dass diese Tomate hier Zuhause war. Das war dann meine kleine Rache an die Maenner, die uns die Nacht mit Gegroelle und Gesaufe wach hielten. Sollten die sich doch mit den Tierchen rumaergern.
Ich kann mir nicht vorstellen wie man diese Monotonie waehrend der Arbeit
(ausser die aufregenden Momente, wenn der 'Supaweiser' seinen neusten Fund, wie Froesche und Schlangen einem in den Schosz wirft)
und die darauffolgenden Rueckenschmerzen drei Monate aushaelt, wie einige hier. Na zum Glueck wissen wir wann das wieder ein Ende hat....
Vorher und nachher...

Mittwoch, 17. Juni 2009

Was haben wir uns da nur angetan ???

Wer wollte nochmal Abenteuer? Ich weisz gar nicht, wo ich anfangen soll...am bestem am Anfang...

Die Zugfahrt nach Bundaberg war echt angenehm und nicht allzu lang fuer australische Verhaehltnisse, da es ungefaehr die Entfernung von Hamburg nach Berlin ist, die wir hinter uns bringen mussten.

In Bundaberg angekommen fanden wir uns in einem kleinen

Provinzsteadchen wieder, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Da unser Hostel von Zug aus zu sehen war, waren wir auch in der Lage nur in wenigen Minuten unser neues Zuhause fuer die naechsten 2 Wochen zu begutachten.

K. und ich hatten beim ersten Anblick beide den selben Gedanken 'Was haben wir uns da nur angetan?'

Ok und nun ist der Zeitpunkt wo bitte alle Muttis aufhoeren zulesen bis wir wieder in Sydney sind, damit sie in Ruhe noch schlafen koennen.

Wir bekammen ein 4 Mann Zimmer mit zwei anderen schon erfahrenen Backpackern einem Iren und einem Englaender...ja zwei voellig fremde Maenner ... ihr koennt euch vorstellen wie grosz unsere Begeisterung war und nicht nur das....als ich ins Zimmer kam wusste ich, dass sich die teure Tetanusimpfung wirklich gelohnt hat. Wir sind ins solch ein Drecksloch gelandet, dass man uns eigentlich haette das Geld geben muessen um uns da zubehalten. Aber es gab wirklich keine anderen Betten in Bundaberg und wir haben unsere Ankunft dort schon um 2 Tage verschoben um auf freie Betten zu warten.

Hier mal eine Fuehrung durch das Hostel...


Am Eingang kommen einem viele halbnackte Maenner entgegen, die gerade aus der Dusche stuermten, um uns Neuankoemmlingen die dortige Auswahl an Testestoron zu praesentieren. Auf dem Weg zum Zimmer passierten wir eine Damentoilette ohne Schloss und Blut auf dem Boden, dessen Anblick uns versicherte, dass in diesem Hostel keine Damen zufinden sind. Die Schaumstoffstuecken die als Matratzen dienen sollten wureden nur von ein Paar wenigen Latten gehalten, so dass mit jedem Umdrehen die Gefahr wuchs unfreiwillig auf dem maennlichen Mitbewohner unter uns zu landen. (Bei dem Frauenmangel hier, koennte ich nicht mal versichern, dass nicht die zwei die Latten entfernt habe, um die Wahrscheinlichkeit einer naechtlichen Gesellschaft zu erhoehen). Unser Bettzeug bestand aus zwei Lacken eines als Decke (es ist gerade die kaelteste Zeit in Oz und es kann Nachts schon mal 2 Grad werden) und ein weiteres Schaumstoffstueck in einem kleinem Kissenbezug. Der einzige Gedanke der uns davon abhielt nicht gleich wieder auf dem Hacken um zudrehen war, dass wir wussten, wir muessen nicht dableiben und wir werden diesen Ort auch bald wieder verlassen.

Inzwischen haben wir uns etwas mit der groszen Gefahr Bedbugs und noch schlimmeres uns ein zu fangen abgefunden. Und ich kann inzwischen auch mein Beduerfnis in der Kueche staendig zu einem Lappen zu greifen und mal richtig sauber zu machen erfolgreich widerstehen. AHHH ihhhgititgit

So nun mal was postives... damit ihr uns nicht ganz fuer uebergeschnappt haltet.

Die Leute sind total nett..natuerlich gibt es hier auch ein paar Deutsche und wenn es um die Vorsorge bei Bedbugs und Tipps bei der Arbeit gibt, verstehe ich doch gerne alles gleich beim ersten Mal.

Der Ire stellte sich als sehr hoefflich, hilfsbreit und schuechtern heraus, der seine Kleidung pinibel zusammen legt und alles gern in Ordnung haehlt. Der Englaender ist ein Mann der es liebt sich zu praesentieren aber dennoch immer nur die selbe Frau in sein Bett laesst.

Die Stadt ist total verschlafen und wird nur durch die Backpacker belebt, die auch das Durchschnittsalter der Einwohner auf 60 druecken.

Arbeit hat man uns spaetestens am Donnertag versprochen und wenn der Sklaventreiber nicht gerade mit Tomaten nach dir wirft, dann soll sie auch sehr einfach utnd langweilig sein. Die Bezahlung ueberzeugt einem auch um 4.30 aufzustehen um auf die Tomatenmaschiene zu gehen.

Dies erstmal aus Bundaberg... weiteres gibt es nach dem ersten Arbeitstag, der schon morgen um 5.20 beginnt.

Sonntag, 14. Juni 2009

Und weiter geht's



Nach dem wir nun 5 Tage in Brisbane die schoenen Fleckchen der Stadt nur weniger erfolgreich erforscht haben, weil Brisbane nun einfach mal nicht interessant ist..."ok ok K. ich gebe auch Brisy eine Chance "...aber es gibt echt nicht viel zu sehen hier und 5 Tage sind auch genug...jedenfals fahren wir morgen weiter nach Bundaberg um Arbeit zu finden...angeblich gibt es da so viel Jobs, dass wir erst ab Montag Betten bekommen haben, aber dann auch gleich fuer eine Woche. Ob wir dann einen Job bekommen werden wir dort vor Ort erfahren...alle die wir bis jetzt getroffen haben halten uns fuer verrueckt, freiwillig Fruits zu picken und wir sollen uns bloss von den Bananen fern halten, weil die Schlangen und Spinnen beherbergen...aber man kann ja nicht alles im Leben haben...wo bleibt den da das Abenteuer ohne die gefaehrlichen Tierchen und ob die nun mir im Hostel von der Deck ins Gesicht springen oder vom Baum, wo ist da der Unterschie??? Also bald gibt es neues aus dem Oziland und mir wurde von meinem Mitbewohner versichert, dass ich in Bundaberg auch richtige OZis erleben werde...ich kann es kaum erwarten...
Ach wenn es euch interessiert, wo wir die letzten vier Naechte nach dem Party Hostel verbracht haben hier unsere Add: 32 Cricket St, Brisbane, QLD, Australia ueber Google Map koennt ihr auch die Strassenperspektive einnehmen....viel Spass

Mittwoch, 10. Juni 2009

Brisbane....


K. und ich sind gesund und munter in Brisbane angekommen und morgen fangen wir an nach einem Job auf dem Lande zu suchen. Bis dahin muessen wir aber noch alle halbe Stunde eine nette Stimme ertragen, die uns auffordert die kostenlosen Cocktails an der Bar einzunehmen, um dann offener fuer die maennlichen Geaste im Hostel zu sein.

Dienstag, 9. Juni 2009

Ohne Plan, ohne Geld


Kennt ihr Leute die es immer besser wissen, euch sagen, was ihr alles zu tun habt und wie ihr eurer Geld haushalten solltet?

„Schatz warum hast du dir dies oder jenes gekauft?

„Das kannst du dir gar nicht leisten.“

„Hast du dir überhaupt vorher überlegt, was du da tust?“

Würdet ihr mit solchen Leuten verreisen, Abenteuer und Neues erleben wollen?

NEIN natürlich nicht….

So dachten K. und Ich, dass wir das auch niemanden zumuten wollen ließen die Männer in Sydney und Neuseeland und machen uns nun, nur zu zweit auf dem Weg Australien zu entdecken.

Aber nicht nur das! Wir haben uns vorgenommen, es mal auf die Weise der Anderen zu machen - ohne Plan und ohne Geld - …

also Rucksack packen, einen Flug nach Brisbane nehmen (ohne Rückflug versteht sich) ohne zu wissen, wo man die nächste Nacht verbringt.

Und glaubt mir…wir beide hassen das Gefühl nicht vorbereitet zu sein. Dies wird wohl für uns beide die bis jetzt größte Herausforderung fern von zuhause sein.

Freitag, 5. Juni 2009

In 5 Tagen sind Ferien - Winter in Sydney

Da bei mir gerade das Wetter so, wie auf meinem für euch gemaltem Bild aussieht, werden K. und ich uns nächste Woche auf die weite Reise in den Norden von Australien machen. Unser erstes Ziel ist Brisbane und dann lassen wir uns mal etwas treiben. Geplant ist nichts und wir sind offen für alles...aber um unsere Reisekasse etwas zu entlasten, habe ich mir nun endlich nach vier Monaten ein australisches Konto eingerichtet und eine Steuernummer besorgt.
Am liebsten würden wir, neugierig durch die Berichte der Hobbitze, etwas ohne große Anstrengungen des Hirns machen...Ich bin immer noch am Essay schreiben und kann es kaum erwarten das schwere Ding auf meinem Hals auch mal auszuschalten. Davor ist aber einiges noch zu tun, also werde ich mich mal in der Bibo der UTS einquartieren.....

Follower