Viel sagen kann man nicht über Agra.
Das Taj Mahal ist dort und ein beeindruckendes Rotes Fort, aber sonst hat die Stadt nichts wirklich viel zu bieten und deswegen blieben wir auch nur einen und ein halben Tag dort. Wobei der eine halbe Tag nicht geplant war, sondern durch eine 5-stündige Zugverspätung erzwungen wurde. Aber es gibt keinen lustigeren Zeitvertreib, als auf einen Bahnhof in Indien zu sitzen. Jedenfalls gab es für die Inder nichts spannenderes als uns sechs Deutsche sitzend auf ihren Taschen mit aufgerissenen Augen und offenen Mündern zu beobachten.
Montag, 22. Februar 2010
Varanasi - meine Stadt der Farben
Varanasi ist einer der bezaubersten Orte, die ich je in meinem Leben besucht habe. Leben und Tod zeigen sich hier mit all ihren Facetten. Ich komme mir vor, wie auf der Reise ins Wesen eines fremden Landes. Die farbenprächtigen Gewänder der Frauen lassen die Gassen und Märkte nur so blühen. Der Tod liegt auf den Straßen oder geht in Rauch am Ufer auf. Jung und Alt treffen aufeinander und Geburt und Wiedergeburt begegnen einen mit einem Lächeln. So arm auch einige hier zu sein scheinen, tragen sie dennoch so viel Leben in sich.
Dienstag, 16. Februar 2010
Valentinstag – von Bangkok nach Kolkata
Unsere Bleibe entspricht dem Bild der Strasse… nachdem wir ein Haus betraten mit einer dreckigen Fassade und Gittern vor dem Fenstern, stiegen wir ein Treppenhaus hinauf, welches von Müll und Schmutz an den Wänden gepflastert war. Oben angekommen, passierten wir mit einem Blick auf andere Dächer, die nur als Silhouette durch die dicke braune Wolke in der Luft zuerkennen waren, einige Blechhütten mit kleinen Kindern und Frauen drin bis vor einer Tür mit Stahlriegel. Unsere Erwartung an das Zimmer waren allein durch den Weg dahin schon sehr geprägt und wurden dann aber enttäuscht…eines der saubersten und besten Zimmer, die wir auf unserer Reise bewohnten, wartete hinter der verschlossenen Tür…Hier sind sich Reich und Arm noch näher als irgendwo anders…
Samstag, 13. Februar 2010
Schlechter Start in Bangkok
Wir können ja nicht immer nur Glück habe und somit pachteten wir unser Pech gleich für 24 Stunden am Stück. Als würde sich Kambodscha nochmal von der guten Seite zum Abschied zeigen, lief alles gut bis wir die Grenze zu Thailand überquert hatten.
Um 3 Uhr nachmittags saßen wir immer noch wartend kurz hinter der Grenze und wussten nicht warum es mit unserer Reise nicht weiter geht. (geplannte Ankuftszeit in Bangkok 3 pm !!!)
Nach 12 Stunden Reisen für eine Strecke von 4 deutschen Reisestunden, sind wir dann völlig hungrig, durchgeschwitzt und genervt in Bangkok angekommen, um festz
ustellen, dass unser doch etwas teureres Hotel NICHT unsere Mail gelesen hatte, welche auf unsere Verspätung hinwies und unsere Zimmer gleich weiter vermietet hat. Ohne Hostel (in Bangkok sollte man unbedingt vorbuchen), ohne was zu Essen im Bauch und ohne Hilfe vom Hostelmitarbeiter, der den vermeintlichen Fehler begangen hat seine Mail nicht zulesen, waren wir nun mit schweren Gepäck auf der Suche nach einer Bleibe...doch es sollte nicht besser werden. Unsere Not (es war schon um 10 abends...) zwang uns einem wirklichen schrecklichen Zimmer zunehmen, und uns über zwei Discos, eine mit Hardrock und die andere mit Mallorca Hits 2000 in den Schlaf wiegen zu lassen.
Der neue Tag und neues Glück brachte uns dann ein ruhigeres Plätzchen und etwas Erholung, sodass wir auch die skurilen und schrägen Seiten Bangkoks ohne Nervenzusammenbruch überleben konnten....nur schnell weg hier....
Um 3 Uhr nachmittags saßen wir immer noch wartend kurz hinter der Grenze und wussten nicht warum es mit unserer Reise nicht weiter geht. (geplannte Ankuftszeit in Bangkok 3 pm !!!)
Nach 12 Stunden Reisen für eine Strecke von 4 deutschen Reisestunden, sind wir dann völlig hungrig, durchgeschwitzt und genervt in Bangkok angekommen, um festz
Der neue Tag und neues Glück brachte uns dann ein ruhigeres Plätzchen und etwas Erholung, sodass wir auch die skurilen und schrägen Seiten Bangkoks ohne Nervenzusammenbruch überleben konnten....nur schnell weg hier....
Siem Reap und Angkor
Kambodscha ist vom Wesen doch nochmal ganz anders als Vietnam, was auch der Grund war, warum wir länger als geplant in Siem Reap geblieben sind. Statt uns voreiglig in das westliche Getümmel von Bangkok zu stürzen, wollten wir uns etwas mehr Zeit für die vergangenen südöstlichen Kultur nehmen, um diese in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu geniessen.
Angkor haben wir uns an drei verschiedenen Tagen angeschaut. Einmal, weil es so groß und beeindruckend ist, dass man mehr als nur eine Reise braucht, um es im Ganzem zuentdecken und zum Anderem, weil die Hitze und die Größe des Parks es auch kaum möglich macht, dort an einem Tag durch zu rennen. Die Tempel sind zum Teil gut erhalten oder wieder errichtet worden, sodass man (wenn man nicht gerade in eine Tourigruppe läuft) einen Hauch von ganz alter Mystik zu spüren bekommt.
Samstag, 6. Februar 2010
Kids in Cambodia II
Ich habe gestern Dr. Beat Richner kennen und schaetzen gelernt. Ohne sein Projekt wuerden jedes Jahr 80.000 Kinder in Cambodia sterben....
Dies mit den eigenen Augen zu sehen ist fast unertraeglich...
Dies mit den eigenen Augen zu sehen ist fast unertraeglich...
Dienstag, 2. Februar 2010
Kinder in Cambodia
Herzerwärmendes Lächeln, schallendes Kinderlachen, platschende kleine Füsse auf den Steinen...
so viele Kinder habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Sie schauen mit großen hungrigen Augen, bieten mit Schmollmündern Bananen zum Verkauf an, sammeln mit Stöcken in der Nacht den Müll der Reichen, liegen vor ihren bettelnden Müttern auf der Straße...
so viele arme Kinder habe ich noch nie gesehen.
Und dennoch toben sie und rennen sie mit einer Naivität und Leichtigkeit durch die Gassen, dass...
es mit die glücklichsten Kinder sind, die ich je gesehen habe...
denn nur ich weiß was ihnen fehlt.
Phnom Penh
Irgendwie habe ich erwartet, dass cambodianische Großstädte doch Ähnlichkeiten mit vietnamesischen Städten haben...falsch gedacht, eine Stadt mit 2 Mio. Einwohnern muss nicht stressig sein...Phnom Phen zeigt`s wie es geht....
Jedes Land hat dunkle Jahre hinter sich. Einige haben in Cambodia die Roten Khmer verursacht.
Bilder vom Genozid Museum ohne Kommentar....
Kampot – Besuch der Geisterstadt Bokor Hill Station
Man klettert ja nur 2,5 Stunden durch den Jungel, dann noch mal 1,5 auf einen Pickup auf Schotter und schon sieht jedes Geaeude einfach einmalig aus, allein schon wegen des Aufwandes,den man betreibt um diese zu sehen. Von uns Vieren hat es leider nur eine bis auf die Bergspitze geschafft. Einer gab schon vorm Ticketkauf auf. Die Zweite (und nun kann ich nicht mehr sagen, dass wir von ungeniessbaren Essen verschont worden sind) hat das Fruehstuecksei nicht vertragen und der Dritte musste sie den halben Weg auf den Schultern wieder runter tragen....da must ich nun alleine, die 51 Dollar verwerten und Fotos fuer drei machen....
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