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...ist es hart und das spüre ich immer noch. Diese Stadt ist eine Wüstenstadt, die schon längst vergessen war und nun den Tourismus entdeckt hat. Somit hatten wir schon ein Hotel aufgeschwatzt bekommen bevor wir in den Bahnhof von Jaisalmer einfuhren.Wie man es von einer Wüstenstadt erwartet, ist es dort heiß, trocken und staubig.
Aber das war uns noch nicht genug Sand und somit entschieden wir uns, eine 2-Tagestour durch die Wüste auf einer Kamelkaravane zu verbringen. Die Vorstellung, dass wir eine Nacht in völliger Ruhe und nicht in unserer doch schlechte ausgewählten Unterkunft verbringen müssen, machte uns die Schmerz auf den Kamelen erträglicher. Die ersten Stunden waren noch sehr vergnüglich aber nach einen halben Tag wechselten die Plätze der Kamelführer und ihrer Gäste...wir liefen nun neben den Kamelen und unsere indischen Begleiter saßen auf den Kamelen.

Kurz vor dem Abend kamen wir dann auch an unserer versprochenen einsamen Sanddünne an. Einsam soweit... bis man zwei Dünnen weiter schaute... Nun gut die Erfahrung gönnen wir auch anderen. Und nachdem uns erklärt wurde, dass bei anderen Touren es wie auf Mallorcas Badestränden in der Hochsession abgeht, war uns unsere Dünne ganz recht. Dass man auch indische Wüstenvölker aus der Ruhe bringen kann, hat uns dann S. bewiesen, als er ein Foto von mir vor dem wunderschönen Himmel machen sollte und dabei sich in einen weißen Skorpion setzte. Der lies sich das nicht gefallen und stach auch gleich zu. Nach leichter Panik einem „Wer“, einem „Wo“, einem „Was“ und tausenden „Zeig mal!“, entschied der Karavanenälteste, S. ein Trink- und Essverbot zu erteilen und ihn nicht mehr aus den Augen zu lassen. Auch noch in der Nacht wurden wir gefragt, wie es S. geht und sich der Biss anfühlt, da bei Verschlechterung eine Abholescorte bereit steht. Aber es blieb bei einem leichten Brennen und einem sichtbaren Stich. Warum S. noch fröhlich weiter durch die Dünnen hüpfen konnte, erfuhren wir dann am nächsten Morgen, als ein ausgewachsener weißer Skorpion an der noch glimmenden Feuerstelle entdeckt wurde (diese suchen die Wärme, weswegen auch alle Begleiter auf Bettgestellen schliefen ABER wir auf den Boden)....S. hatte Glück, dass er sich mit einem noch sehr jungen und kleinem Exemplar angelegt hat und nicht mit einem ausgewachsenem, die wirklich giftig sind. Nach einer unvergesslichen und unglaublich kalten Nacht (keiner musste frieren, dafür sorgten die tausend Decken, der Kamele) ritten wir dann am nächsten Tag im Galopp auf den Kamelen zurück in die Stadt. Die Tour war was unvergessliches, vor allem am nächsten Tag, als wir uns mit dem lokalem Bus hüpfen auf unseren wunden Gesäßen (AUA!) 12 Stunden auf den Weg nach Mount Abu machten.