Dienstag, 19. Januar 2010

Busfahren in Vietnam – auf dem Weg von Hoi An nach Saigon

Das ist hier echt ein Abenteuer. Beim Kaufen des Open Bus Ticket fragte man uns ob wir sitzend oder liegend reisen möchten. Bei einer Strecke von über 24 Stunden war die Vorstellung diese schlafend zu verbringen doch ein Wehmutstropfen bei den Straßen hier in Vietnam. Ok slepper ist ein gut Sache, wenn man sich dort nicht wie in eine Sardinenbüchse vorkommt. Viele europäische Mitreisende, überwiegend Männer hatten arge Probleme in die kleinen Betten in Länge und Breite rein zu passen, zum Glück nicht unsere Männer der kleinste hatte sich gleich eins der zwei XXL Betten in dem Bus reserviert und reiste somit auch vorwiegend nicht gekrümmt. Aber dennoch ist das größte Problem nicht der Bus selber sondern einfach die Straßen. Man hatte schon das Gefühl, dass der Busfahrer noch mal extra auf das Gas trat um den kommenden Hügel auch so richtig auszunutzen. Achterbahnfahren in einer der deutschen Spaßparks ist nichts gegen die Aufregung die man verspürt, wenn man einem der oberen Betten 30 cm liegend in die Luft hüpft, so dass die Nasenspitze nur knapp eine Kollision mit der Decke entgeht....aber auch nur weil man inzwischen mindestens eine Hand zum Abfedern der Sprünge verwendet. Die Antwort auf die Frage eines besorgeten japanischen Vaters ob seiner Familie ein Anschnallgurt zur Verfügung steht, wurde von zweitem Busfahrer mit ein „NO“ abgewehrt als hätte man ihn um das Servieren von Kaviar und Champagner gebeten....so ein unnötigen Luxus hat man wohl abgeschafft. Die Überreste eines Gurtes fand ich an der Seite meines Bettes, während ich verzweifelt nach einer Möglichkeit suchte meinen Körper irgendwie ans Bett zu fesseln, da ich keines Wegs meinem Rucksack folgen wollte, der auf dem Mann unter mir bei einer der Sprungaktionen landete.

Nach dem wir so einige blaue Flecken hatten, man uns zwei Mal fast in einen Ort sitzen lassen hat bei der Pause...28 Stunden Fahrt und nicht mal 20 Minuten Essenspause wurde einem gegönnt, zum Glück gab es Gäste die unser Fehlen bemerkt haben...wie schon erwähnt es gibt auch äusserst freundliche und liebe Menschen hier im Land (die vielleicht hier in diesem Blog etwas zu kurz kommen)...sind wir nach 28 Stunden Rumgeschüttel in Saigon destrict 1 angekommen und schneller wieder in den liegenden Zustand zurückgekehrt, als man nach einer so langen Fahrt in einen SLEEPER erwarten würde....man war das anstrengend!....

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