Fast hätten wir diese Stadt von unserem Reiseplan gestrichen, da wir unsere letzte Woche in Indien nicht mit Stress füllen wollten. Zum Glück hat die Mehrheit die Minderheit überstimmt und wir sind in einem sehr erholsamen Hotel und Örtchen gelandet. Zwar blüht hier der Tourismus, aber auch das kann seine Vorteile haben, denn Konkurrenz drückt auch so manche Preise. Mit Blick auf den Fluss beim Frühstück und Tagesausflügen in der Altstadt lassen wir uns es hier gut gehen.
Nur quält mich auf die letzten paar Meter eine Magenverstimmung. Die vier mitreisenden „Muttis“ haben mich nun auf eine strenge Diät gesetzt....naja so langsam habe ich auch mal Lust auf was anderes als indisches Essen, aber Haferbrei gehört nicht gerade zu meiner ersten Wahl.
Nicht nur beim Essen, sondern auch in vielen anderen Lebenslagen beschleicht uns langsam das Gefühl von Heimweh, so erwischen wir uns ab und zu beim Schwärmen über heimische Kleinigkeiten, wie an der Schlange stehen, die S- Bahn benutzen, richtige Toiletten, Kleiderschränke, Käse, Waschmaschinen, Zeitung in der Muttersprache, uninteressierte Verkäufer und noch vieles mehr...

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