Wir haben große Erwartungen an diese Stadt gehabt, vielleicht weil ich sie immer mit Jodhpur verwechselt habe oder weil schon alle, die wir kennengelernt haben, in Jaipur gewesen sind. Dabei ist der Palast der Winde nur eine Fassade ohne Palast und die Belagerung der Touristen wurde hier von den Einheimischen bis zur Perfektion
getrieben. Unsere Nerven scheinen nun auch auf Dauer gelitten zu haben, gegenüber den Zurufen der Verkäufer, die uns in ihren Laden locken wollen und den Männer, welche allzu gern uns Frauen kennen lernen möchten (egal ob der Partner, sich schon fast heldenhaft vor den Anwärter wirft). Den Unmut der Verliere vernimmt man noch Meter weit, geäußert durch wilde Beschimpfungen. Somit ist dem einem oder der anderen das Getümmel auf der Straße zu viel und man verzieht sich lieber in ein Museum oder das Hotel. Aber wie jede Stadt hat auch diese etwas schönes zu bieten. So fuhren wir gerade auf eine Rikscha, als ich einen Prinz auf einen weißem Pferd entdeckte, der wie ein Held hinter uns her ritt. Naja, nach einem geschäftlichen Angebot mitzureiten, war der Traum vom Prinzen geplatz und so blieb nur dieses schöne Bild.

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