Dienstag, 16. Februar 2010

Valentinstag – von Bangkok nach Kolkata


“Das Klo Indiens” oder so ähnlich nannte es ein Schriftsteller und war der Meinung, dass Kolkata es nicht wert wäre, darüber zu schreiben. Das ist es aber und dies mit großer Sicherheit. Der Tod fliegt in Gestalt von schwarzen Raben durch den Smog der Stadt, welcher es fast unmöglich macht, die Sonne am Himmel zu entdecken. Das Gehupe der gelben Taxis mischt sich mit dem Flehen der Bettler. Die Strassen Kolkatas sind alles… Küche, Markt, Arbeitsplatz, Mülleimer, Spielplatz, Toilette und Schlafzimmer… dennoch fühle ich mich von ihr angezogen. Sie strahlt auf ihrere sehr eigene Art eine Faszination aus, die sich nicht in Worte fassen lässt. 
 
Unsere Bleibe entspricht dem Bild der Strasse… nachdem wir ein Haus betraten mit einer dreckigen Fassade und Gittern vor dem Fenstern, stiegen wir ein Treppenhaus hinauf, welches von Müll und Schmutz an den Wänden gepflastert war. Oben angekommen, passierten wir mit einem Blick auf andere Dächer, die nur als Silhouette durch die dicke braune Wolke in der Luft zuerkennen waren, einige Blechhütten mit kleinen Kindern und Frauen drin bis vor einer Tür mit Stahlriegel. Unsere Erwartung an das Zimmer waren allein durch den Weg dahin schon sehr geprägt und wurden dann aber enttäuscht…eines der saubersten und besten Zimmer, die wir auf unserer Reise bewohnten, wartete hinter der verschlossenen Tür…Hier sind sich Reich und Arm noch näher als irgendwo anders…

Keine Kommentare:

Follower