Varanasi ist einer der bezaubersten Orte, die ich je in meinem Leben besucht habe. Leben und Tod zeigen sich hier mit all ihren Facetten. Ich komme mir vor, wie auf der Reise ins Wesen eines fremden Landes. Die farbenprächtigen Gewänder der Frauen lassen die Gassen und Märkte nur so blühen. Der Tod liegt auf den Straßen oder geht in Rauch am Ufer auf. Jung und Alt treffen aufeinander und Geburt und Wiedergeburt begegnen einen mit einem Lächeln. So arm auch einige hier zu sein scheinen, tragen sie dennoch so viel Leben in sich.
Unsere Reise in die Stadt zeigte uns gleich, was auf uns wartet … eine bunte Masse von Menschen und enge Gassen. Unsere Fahrt mit den Taxi in die Innenstadt scheiterte fast an dem Stolz unseres Fahrers, als in einer allzu engen Gasse Gegenverkehrt auftauchte. Nachdem der Gegenüber den Motor ausmachte, um zu zeigen, dass er auf keinen Fall zurücksetzen wird, machte auch unserer den Motor aus und schaute diesen beleidigt an. ...Hier werden Probleme eben aus gesessen.
In dieser Stadt leben Tiere und Menschen auf einer Stelle. Die heilige Kuh (nicht nur eine) laufen durch die Gassen Treppen rauf und runter, fressen den Müll und Essensreste, die die Menschen hier ihnen auf die Straße werfen und dafür hinterlassen die Kühe ihnen als Dank dann den kostbaren Rohstoff aus ihrem Hintertürchen. Das die heilige Kuh auch ihrer Stellung bewusst ist zeigt sie, indem sie sich nicht stören lässt mit ihren wuchtigen Körper die Gassen unpassierbar zumachen oder Grund eines Ritschaauflaufs zu sein. Noch dickköpfiger als die Taxifahrer sind die Ochsen, denen sich nichts in den Weg stellen kann...auch keine blonden, kleinen Mädchen, die gerade versuchen ein gutes Foto zu erhaschen, diese werden dann einfach -rücklinks auf die Straße geschuppst.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen