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Samstag, 11. April 2009
Mein erster Tag im Krankenhaus in Sydney…ich esse nie wieder Pizza
Bevor alle ihre Frühstückstassen fallen lassen….
Mir geht es gut, es ist alles noch dran und ich kann immer noch das arithmetische Mittel der Lebensjahre meiner WG errechen.
Also es fing am Donnerstagabend an…da dies der letzte Tag vor den Osterferien war und ich endlich meine Horrorpräsentation vor eine großen Gruppe von Krawattenträgern hinter mich gebracht hatte, gab es genug Anlass um feiern zu gehen.
Meine italienische Freundin M. hatte auch gleich eine glänzende Idee ins Hugos wo die Pizza nur 5 Dollar kostet….ahnt ihr es schon???
Ich mach es kurz drei Clubs, zwei Bier und 12 Stunden später wachte ich mit schrecklichen Kopfschmerzen und einen sich drehenden Magen auf…den Rest könnt ihr euch denken...nachdem ich meinem Flatmate S. versichert habe, dass das kein Kater sein kann, da ich viel zu nüchtern nach Hause gekommen bin, meine Gesichtfarbe von Grün nach Blau ständig wechselte und ich anfing Sterne zu sehen, hat er kurzer Hand entschieden mich doch ins Krankenhaus zufahren.
Nachdem ich alle Fragen nach Wohlbefinden
(In Australien sagt man ja statt „Guten Tag“ „Wie geht es dir?“… naja ich fand das in der Situation offensichtlich: „NICHT GUT!!!“
Vor allem da alle im Wartezimmer wohl gehört haben müssen, was ich auf der Toilette so trieb.)
Wohnsitz, Allergien, Drogenkonsum und Schwangerschaft beantwortet (die letzten beiden Fragen habe ich natürlich mit „Nein“ beantworten können ;P *aufatmen Jungs*) und ich einige Test wie Blut und ob mein Herz noch schlägt überstanden habe, sagte der Doktor (es war zwar kein Deutscher, er lebte aber sehr lange in Berlin und hatte Pinke Haare … damit wäre die Frage nach dem Stadtbezirk wohl geklärt) es muss wohl die Pizza gewesen sein….hmmm ich habe noch nie Pizza gemocht ein guter Grund dies auch in Zukunft nicht zu tun. Ich habe ja mit allem gerechnet Spinnenbiss, Haiattake, Schangen und Ungeziefer auch das mir von Sushi übel wird, aber eine normale Pizza...?
Ein Gutes hatte die Sache S. hat heute für mich ganz leichte Kost gekocht, was tierisch lecker war…
Also Frohe Ostern an alle und lasst ja die Finger von italienischer Pizza aus Australien die von einem asiatischen Koch gemacht worden ist….Ich hoffe ihr verzeiht mir das ich diesmal keine Fotos gemacht habe ;)
Samstag, 4. April 2009
WG Ausflug ins Land des Sushis
Aus lauter Mitleid, dass meine Freunde wieder abgereist sind hat sich A. einen WG Ausflug einfallen lassen … so haben wir alle drei in drei Stunden gelernt wie man Sushi zubereitet ohne dabei sich zu vergiften…
Freitag, 3. April 2009
Die Hobbitze zu Besuch...Drei auf der Durchreise nach Neuseeland (27.03.-03.04.2009)
Nach langem Warten war es endlich soweit. Es haben sich drei mutige Freunde gefunden, die die weiter Reise auf sich nahen, um mich hier unten in Down Under zu besuchen. (Ja Ja ist gut…sie waren auf der Durchreise und weniger nur wegen mir da)
Die Vorfreude war große, aber die Freude der drei darüber, dass sie endlich die fliegende Sardinenbüchse verlassen konnten noch viel größer.
Ich hatte großes vor mit den drei, wollte ihnen alles zeigen, was ich schon für sie entdeckt hatte und noch vieles was ich entdecken wollte…naja das musst dann erst mal warten…der Jetlag hat erstmal ein Drittel der Gruppe aus den Latschen kippen lassen und ich musste meinen Tatendrang etwas bremsen. mpf
Dennoch haben wir in der Woche vieles gesehen und erlebt und hier ein wie immer kurzer Bericht über die Abenteuer der drei Hobbitze und mir….
- Tag …Die Drei liegen im Wohnzimmer verstreut und versuchen krampfhaft die Augen auf zuhalten was in einem „Oh mir ist übel“ und „Ich habe euch doch gleich gesagt der Jetlag ist nicht zu unterschätzen.“ Endete.
- Tag…Wir machten uns auf den Weg die Harbour Bridge zusehen und kamen auf die Idee mit der Fähre nach Watsons Bay runter zu fahren und etwas Seeluft zuschnuppern.
- Tag…Ein sonniger Sonntag, der dazu einlud die Badesachen zu packen und an den Bondi Beach zufahren.
- Tag…Nach einen Tag ohne mich mussten die Hobbitze sich allein durch die virtuelle Welt der neuseeländischen Hostels schlagen, um schon Schlaflätze für die weitere Reise zu finden. Am Abend besuchten wir dann einen Geheimtipp für Päarchen, den uns der Freund von A. gegeben hat am Darling Harbour…und der Ausblick war einfach toll.
- Da es regnen sollt, aber wir nicht wussten wie stark (es kommt immer anders als der Wetterbericht hier schreibt) entschieden wir uns gegen die Blue Mountains und für den Taronga Zoo…und es hat geregnet…Das Wasser kam von allen Seiten.
Mein und Roberts neu erstandener Zooregenschirm konnten so einiges abhalten. Wenn wir uns zu Zweit ganz nah aneinander quetschten sind wir auch fast nicht nass geworden…auf dem Kopf…
Völlig durchnässt haben wir uns aber dennoch tapfer weiter durch den Dschungel der Tiere, die auch die Nase voll vom Regen hatten geschlagen und haben so einiges zusehen bekommen….
NEIN ich habe keinen Wombat gesehen…zu mindestens nicht bewegend….ggrrrr…nur einen dicken schlafenden…der sich so verkrochen hatte, dass man nur seinen dicken Hintern gesehen hat…das war leider auch bei den Elefanten und den Seelöwen der Fall…andere Tiere haben sich gar nicht gezeigt….also ich gehe da noch einmal hin…aber dann bei schönem Wetter…
Am Abend saßen wir noch bei einem Trink zusammen in einer Sportbar und waren doch wirklich unter vielen Australiern geraten...
Jetzt weiß ich wo ich sie suchen muss…
- Aufgrund der Regenwarnungen suchten wir uns an diesem Tag mal etwas im Trockenen aus … das Australian National Museum Sydney…
lehrereich, interessant, aufklärend und unterhaltsam…
- Ein Tag zu Zweit.
- Abschied …aber nicht für lange. Schon im Mai besuche ich die Hobbitze, da zwei von ihnen ein Jahr älter werden.
…und schon fängt die Vorfreude von Vorne an…
Fliegende Koalas
Hier bekommt ihr schon mal einen Vorgeschmack auf das, was einem hier so an gefährlichen Tieren über den Weg laufen kann. Denn wer glaubte Koalas seien ganz friedliche Tiere, der sollte sich mal dieses Video anschauen, wie sich Koalas um Eukalyptus streiten. :P
Mittwoch, 25. März 2009
Vorfeude ist die schönste Freude
Dienstag, 17. März 2009
Die bunte Tierwelt Australiens (07.02.2009 - 18.03.2009)
„Wir haben zwei neue Mitbewohner“ waren die Worte mit denen ich A. aus ihrem Zimmer lockte um sie zu bitten mir beim Einfangen unserer Besucher zu helfen, die sich während meines Abendbrots vom TV-Bereich gegenüber von mir sich über mich lustig machten. Ich wusste gar nicht, dass Kakerlaken so schnell sein können. Ich hatte nicht aufgepasst und die Balkontür einen Spalt weit offen gelassen und da fühlten sich die beiden wohl gleich eingeladen. Nach einer halben Stunde Sofa hin und her schieben und wilden rum gekrabble hatte A. die beiden eingefangen (das ist die Version für Tierfreunde und für die unter 16-jährigen unter euch;P). Ich habe kein Problem mit Kakerlake, da gibt es für mich viel Ekelhafteres hier in Australien, wie Spinnen.
Also ich kann nicht sagen, dass ich die Horrorgeschichten aus dem Buch „Frühstück mit einem Känguru“ von Bryson bestätigen kann, aber richtig abstreiten kann ich sie auch nicht. 
Ich glaube die Australier mache sich einen Witz draus, Fremden von ihren riesigen Handteller großen Spinnen zu erzählen. Nicht nur mein Mitbewohner S. hat mich über die Notwendigkeit dieses Tieren aus den Weg zugehen erzählt… nein auch mein Surflehrer genoss es in einer großen Frauenrunde (und diese hatten alle nur Bikinis an…ein Traumjob für jeden Mann) von furchteinflössenden Spinnen und Schlangen in den Wäldern von NSW zu erzählen…in den wir uns zu dieser Zeit auch gerade befanden…na dann „gute Nacht“ auch. Gesehen habe ich diese bis jetzt nur von der Ferne …und ich meine aus der FERNE…die Dinger sieht man aus mehreren Metern Entfernung…wo wir eine Lupe in Deutschland brauchen um eine Spinne an der Decke unseres Zimmer zu finden …braucht man hier ein Weitwinkelobjektiv um diese auf eine Foto zubekommen…naja ich tendiere zur Übertreibung …aber aus meiner Perspektive waren die schon groß…aber nicht so groß wie in den Erzählungen. Dennoch würde ich es bevorzugen immer einige Meter Abstand zu diesen zu haben. Welche der beiden Spinnen hier die giftigere ist, da streiten sich die Australier aber beide sollen wohl höllische Schmerzen verursachen, sodass man egal welche gerade zugebissen hat, man einem Doktor einen Besuch abstatten sollte.
Wenn wir schon mal bei giftigen Tieren sind…ich lag gerade am Strand, es war der Coogee Beach, da kam die Ansage (frei überstetzt) „Es sind ein paar blaue Flaschen im Wasser, aber kein Anlass zur Aufregung, wer mit ihnen in Berührung kommen sollte, kann zur Wasserwacht kommen und erhält Erste Hilfe!!!“ naja … zur Erklärung „bluebottle“ ist keine betrunkener Seemann, der im Wasser liegt, sondern eine der doch öfter vorkommenden Quallen hier an den Stränden von Sydney und Umgebung. Nach einer halben Stunde kam die zweite Durchsage „Inzwischen sind viele blaue Flaschen im Wasser. Wir raten ihnen das Wasser zu verlassen, sollten sie dennoch mit ihnen in Berührung...“ Ich bin nicht mehr rein und viele andere haben auch das Wasser verlassen. Es gab dennoch so einige die es vom Rumtoben im Wasser nicht abgehalten hat. Diese Quallen sollen etwas stärker sein als Brenn-Nesseln und nur an Körperstellen mit dünner Haut und vielen Nerven wie Kniebeugen und Hals richtig unangenehm werden…also nichts lebens-gefährliches.
Was aber umso tödlicher enden kann ist, wenn man trotz ohrenbetäubenden Alarm ins Wasser geht um weiter zu surfen…das tat leider der Franzose der vor einigen Wochen seine Hand verloren hat. Einen Haialarm habe ich persönlich noch nie gehört, aber in den ersten Wochen, die ich hier verbracht habe, gab es so einige vor allem am Bondi Beach. Die Nachrichte, dass es mehr Angriff gab als je zuvor stimmt nicht, dennoch habe ich nach den Angriffen ein lustigen Artikel aus der australischen „SUN“ in die Finger bekommen. Dieser berichtete über was man nicht machen sollte wenn man Kontakt mit einem Hai vermeiden möchte…
- Nicht alleine schwimmen…bestimmt ist die Wahrscheinlichkeit geringer gebissen zu werden, wenn noch andere um einen herum schwimmen, demzufolge schwimme ich immer neben einem dicken Herren … wer wählt schon den kleineren Happen?
- nicht rum plantschen…Ok am besten nicht bewegen und hoffen, dass das Fett an mir mich über Wasser hält.
- nicht ins Wasser urinieren…naja ob ich versprechen kann, dass ich mir beim Anblick eines Haies nicht gleich in die Hosen machen weiß ich nicht???
- Keine Haustiere mit ins Wasser nehmen die einen Hai angreifen könnten…verstehe ich nicht … wenn ich einen Hund hätte (Katzen können die nicht meinen die gehen nicht ins Wasser) glaube ich nicht das er versuchen würde am Hinterteil des Haies zuriechen??? aber das Meerschwein darf mit oder???
- Nicht bei Dämmerung ins Wasser gehen…ok das leuchtet ein früh habe ich auch immer Hunger und erst abends nach einem anstrengenden Tag.
Ich kann gut scherzen, ich habe ja noch alles Wichtige an mir dran. Also Haiangriffe sind hier wirklich die Ausnahme und da sind natürlich auch noch sehr viele Wachleute im Wasser und in der Luft, die ein Auge auf Strände in Sydney haben.
Als ich hier den ersten Morgen aufwachte, fühlte ich mich wie in einem Zoo. Die Vögel klingen hier ganz anders als zuhause. Es gibt da auch welche, die sind für ihren Klang ganz schön verhasst in Sydney und leider werde ich auch jeden Morgen daran erinnert warum. Es sind Krähen(ich weiß nicht ob das daran liegt, dass ich ein Standkind bin, aber ich bin der Meinung, wir haben nicht solch grässlich klingende Vögel zuhause). Sie klingen als würde einem kleinem Kind gerade der saure Gummibär im Hals stecken bleiben und das nur 100mal so laut, wie ein menschliches Kind so ein Geräusch hervorbringen könnte. (seit dem es kälter wird sind sie weniger geworden, aber ich werde euch mal den Gesang…so kann man es eigentlich nicht nennen…)aufnehmen.
Kommen wir mal zu den angenehmen Bekannt-schaften meines bisherigen Aufenthaltes. Ich habe frei lebende Kängurus auf meinem Surftrip gesehen und süße Wallabees, die kleine Ausführung der großen Hopsvieher.

Die sind so neugierig, der Fahrer unseres Busses musste immer nur auf einem bestimmten Teil der Strasse zum Camp hupen und schon schauten ein paar neugierige Augen aus dem hohen Gras. Koalas sollte es dort auch geben, jedenfalls wiesen einige Straßenschilder darauf hin, aber ich habe noch keinen gesehen. Im Zoo war ich auch noch nicht...das mache ich dann mit meinen Besuch in 10 Tagen (freu mich schon riesig).

