Mittwoch, 13. Mai 2009

Die schönste Badewanne der Welt – Abenteuer mit den Hobbitzen

Na dann mal los…Sachen gepackt, nur soviel, wie ins Handgepäck reinpasst (fliege mit der billig Airline und war zu geizig Gepäckaufschlag zuzahlen…Robert wird ja wohl ein Handtuch dabei haben…) und ab zum Flughafen.

Man war ich aufgeregt mal wieder raus aus Sydney zukommen. Es ist ja schön hier, aber wenn man vor lauter studieren nicht mal mehr den Stadtbezirk verlässt, fallen einem schon die Häuser auf den Kopf.


Der Flug hat dann drei Stunden gedauert was nicht lange ist, wenn man vorher nicht zu aufgeregt war, um was zu essen und man nicht der netten Sitznachbarin mit knurrenden Bauch bei Kekse verdrücken zuschauen muss. Naja meine Literatur über „Globalization“ hat mich da leider auch nicht ablenken können. Die Landung war leider etwas hart und das Flugzeug hatte solche Schlagseite, dass sich meine Befürchtungen, dass es sich der Pilot mit einer Flasche Wein und der Stewardess im Cocpit gemütlich gemacht hat, bestätigten.

Nach einer ausgiebigen Begrüßung …„Komm lass uns schnell zum Auto, wenn ich unter 20 Minuten bleibe, muss ich weniger zahlen“ sprang ich in die Lotte von Robert und wir düsten los…neee natürlich nicht…sie sprang erstmal nicht an…so wie das Auto aussieht, hat es auch schon einiges hinter sich. Nach nicht all zu vielen Versuchen rollte die alte Dame dann doch los.

Oo und jetzt komm es…das ist echt nichts für schwache Nerven…Setzt euch mal als fast erfahrener Autofahrer in einen Wagen…natürlich auf die falsche Seite und lasst euren Freund, der vor vier Wochen seinen Führerschein in Deutschland gemacht hat ,auf der falschen Seite fahren…ich bin vor Angst fast gestorben. Somit musstte während der Fahrt Robert nicht nur mit sich selber kämpfen, um keinen Unfall zubauen, sondern auch noch mit einer fast hysterisch angst- habenden Freundin wie mir. Er hat sich wacker geschlagen…muss ich sagen…Auch wenn er mir in der einen oder anderen Situation wirklich gezeigt hatte, dass nur Glück dazu geführt hat, dass wir noch leben und nicht das fahrerisches Können von ihm.

Von Neuseeland


Das erste, was ich dann zusehen bekommen habe, ist der Mount Eden gewesen. Der höchste Punkt in Auckland, von dem man die ganze Stadt überblicken kann. Leider haben wir nicht das schönste Wetter abgepasst, aber dennoch war es ein schöner Ausblick. Aber was ich gleich anmerken musste…es war ar**** kalt in Auckland. Vor allem zum Vergleich zu Sydney…jetzt weiß ich wieder warum ich unbedingt ins Warme wollte…die Temperaturen in Auckland haben mich doch stark an ein verregnetes Berlin erinnert.


Die erste Nacht haben wir dann in dem Hostel in Auckland verbracht, welches die Hobbitze auch bei ihrer Anreise besiedelt haben. NEIN und Robert hatte kein Handtuch dabei…

Es regnete so stark, dass wir unsere Abendplanung über den Haufen warfen und uns gemütlich im Gemeinschaftsraum „New Zealand next Topmodel“ anschauten…nein das war nicht meine Idee…wusstet ihr, dass NZ (OZis lieben Abkürzungen) nur ein wenig mehr Einwohner insgesamt hat, wie Sydney allein? Ja so sahen die Models auch aus … ne da waren auch ein oder zwei schöne dabei…hat Robert jedenfalls gesagt…es war nicht meine Idee!!!...Die eine meinte, dann auch noch, sie hätte mit ihren 19 Jahren noch nie NZ verlassen…bis dahin konnte ich echt nicht verstehen wie man so weltfremd sein kann.


Am nächsten Tag sind wir dann in die Stadt…in die Stadt…

ja… nur wo war sie?

Hat man erstmal in Sydney gelebt, ist Auckland nur ein winzig kleiner…wirklich winzig kleiner Auszug von dem, was einem Sydney bieten kann. Mittags an einem Samstag, wo man in Sydney sogar beim stärksten Regen kein Platz mehr zum Treten finden, hatten wir es schwer in der City überhaupt jemanden über den Weg zulaufen. Die ersten die wir auf der Straße getroffen haben waren natürlich Deutsche grrrrrrrrrr. Na Fotos habe ich natürlich trotzdem gemacht.



Nach einem nicht so ereignisreichen aber dennoch schönen Stadtspaziergang, haben wir uns dann auf die Reise nach Taurange gemacht. So bald wir dann Auckland verlassen hatten kam auch die Sonne raus und bescherte mir einen wunderschönen Ausblick auf die Landschaft von Neuseeland…und ja sogar Autobahnfahren ist dort schon ein Ereignis für sich.

Nach so einigen fast erleben Herzinfarkten, ein paar quietschenden Reifen und Schreien, sind wir dann auch in im Bay of Plenty angekommen. Und … ach hatte ich erwähnt ? ich war eine Geburtstagsüberraschung, nur dass das Geburtstagskind eingeweiht war…na..also… als wir ankamen wurden wir von den daheim gelassenen mit Kuchen und Geschenken begrüßt …und der Frage warum wir so lange gebraucht haben…

NEIN es lang nicht daran, dass ich Robert dazu gezwungen habe in Schnecken-tempo zufahren, weil ich einfach zuviel Angst hatte im nächstgelegenen Büschen zulanden.


Am Sonntag hat mir der nun älteste der Hobbitze (nein keiner erwähnt, dass er bald 30 ist) den Mount Manganoi…ich schaue lieber noch einmal nach wie der geschrieben wir mom…“Mount Maunganui“…gezeigt. Ein Berg der zwischen Land und Ozean liegt, wenn man oben angelangt ist hat man einen der schönsten Ausblicke, die man sich vorstellen kann. Rauf und Runter dauert normaler Weise 1,5 Stunden. Mit mir und meiner Kamera das doppelte. Robert war echt geduldig…aber ich wollte doch unbedingt diese schöne Landschaft mit euch teilen. Der Weg auf den Berg ist immer durch Zäune unterbrochen, die die Schafe am Flüchten hindern. Es gibt spezielle Vorrichtungen damit auch ein Hobbit mit kurzen Beinen über den Zaun klettern kann…den Schafen fehlt es an Intelligenz um diese zu benutzen.





Unten wieder angekommen, habe ich mich noch etwas am Strand vergnügt, während die andere Hälfte durch das ganze nichts tun im letztem Monat so fertig war, das sie eine Pause brauchte.

Abends im Hostel trafen wir dann wieder auf den Rest des so genannten „Gesamtkörpers“ (schaut auch mal auf die Seite der Hobbitze sehr lustig und nicht so viel Text ;P ) und haben in der gemeinsamen Küche für F’s Geburtstag schon Kuchen gebacken…H. hat die Küche verwüstet und Rob und ich haben hinterher geputzt.


Jetzt kommen wir zu dem Tag, der diesem Text den Namen gab.

Am Morgen gab es wieder Geschenke, aber diesmal für F. die mit H. ausnahmsweise von ihren Kiwis frei bekommen haben. (Beide sind inzwischen professionelle Kiwi-zu-recht-rücker geworden).

Also die Hobbitze alisa der Gesamtkörper und meine Wenigkeit habe uns entschlossen nach Wai – O – Tapu zufahren, …ich glaube euch ist schon aufgefallen, dass sie in NZ sehr einfallsreich bei der Namensgebung ihrer Orte sind… aber leider fing es an zu hageln…aber so tapfere Abenteurer wie uns, kann nichts aufhalten und als wir Tauranga verlassen haben, kam auch die Sonne wieder raus.

Kennt ihr das? Ihr sitzt in der Bibliothek und plötzlich riecht es so komisch und es hört nicht mehr auf, so dass ihr den Platz verlassen müsst um nicht grün anzulaufen? (passiert mir hier in der Unibbibo ständig…die essen hier alle zuviel Kohl)...

So riecht Wai – O – Tapu und NEIN …da darf man nicht rauchen!!!! Naja die Hälfte hat sich nicht daran gehalten und zum Glück ist diese nicht in die Luft gegangen…also für die, die immer noch nicht wissen wo wir waren…wir haben uns einen Park mit Geysiren angeschaut.

Für andere mögen blubbernde Pützen und stinkende Rauchschwaden langweilig sein aber wir hatten unseren Spaß dabei.



Nach dem Besuch den wir mit einer unfreiwilligen Spende von je 30 Dollar bezahlt haben, sind wir noch einem kleinen Geheimtipp zweier Französinnen nachgegangen, der uns in die Büsche verschlagen hat. Nicht weit vom kommerziellen Park gibt es einen Ort, der sehr an Filme erinnert wie „Blaue Lagune I und II’ und „Tarzan und Jane“. (Meinen Tarzan könnt ihr auf dem Video betrachten)

Von Neuseeland

Wir hielten am Straßenrand und machten uns bei 12 Grad badefein. Fast nackt und frierend haben wir uns dann durch ein paar Büsche bis zu einer kleinen heißen Quelle vorgekämpft, um dann in der schönsten Badewanne der Welt mitten im Wald von Bay of Plenty ein heißes Bad zunehmen.



Das war bis jetzt mit Abstand eines der schönsten Erlebnisse hier auf meiner Reise um die Welt…

Am nächsten Tag haben Rob und ich uns schon wieder auf den Weg nach Auckland gemacht. Aber um so viel zusehen wie nur möglich, sind wir einen kleinen Umweg über Hamilton gefahren. Also was man nicht in NZ findet sind spannende Städte…so war Hamiton nicht der Hit und ich suchte in unserem Lonely Planet nach einem neuen Ziel.

Und da war es…eine Glühwürmchenhöhle…“nichts lieber als das“ dachte ich, vor allem, weil es schon wieder mal regnete.

Ich mit der Karte in der Hand und Robert am Steuer… machten wir uns auf den Weg, kleine leuchtende Dinger in einem dunklen Loch zu beobachten. Leider sind wir niemals dort angekommen. Naja vielleicht sind wir daran vorbei gefahren…so genau weiß ich das auch nicht. Denn wenn man noch was in NZ vermisst sind das Straßenschilder. Und wenn denn doch eines mal irgendwo zusehen war…war sein Auftauchen so unerwartet, dass Rob und ich so einige Male zurück gefahren sind, umgedreht haben und hielten. Ich weiß nur noch wir sind von der A2 runter auf eine Schotter bestreute Straße…Lotte hat ganz schön leiden müssen…und nach 2 Stunden wieder auf der A2 gelandet. Und irgendwo dazwischen war unsere Glühwürmchenhöhle.

Naja Robert hatte Spaß beim kurvenreichen Autofahren und ich beim Anblick der tollen Landschaft.

In Auckland wieder angekommen regnete es fast nicht überraschend, was uns auf die Idee brachte den Kinodienstag auszunutzen. Star Trek war nicht meine erste Wahl, aber das einzige was noch nicht gesehen habe.

Als ich vier Uhr früh am Flughafen saß und ganz allein auf meine Abreise wartete, wusste ich nun warum New Zealands next Topmodel nie das Land verlassen hatte…





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