Samstag, 20. Juni 2009

Ein Tag auf dem Feld

4.40 Uhr klingelte mein Handy...'bin doch gerade erst eingeschlafen'...
nun musste alles schnell und zur gleichen Zeit erledigt warden, ohne die noch schlafenden Maenner zu wecken (was nicht fair war, da sie der Grund waren warum K. und ich nur 4 Stunden geschlafen habe)...wir wollten ja nicht an unserem ersten Arbeitstag zu spaet sein. Bei dem Anblick der Kleidung der anderen im Bus wurde uns klar, dass wir uns von unseren heisz geliebten Jeans und Pullis verabschieden muessen, da sie dies offensichtlich nicht heil ueberstehen werden. Nach einer halben Stunde auf den Sonnenaufgang und den Rest der Truppe warten, bekamen Tick, Trick und Track (Der 'Bambi' aka K. und das 'Lindhase' also ich) eine Einfuehrung in die Wissenschaft der Tomatenfarben,
die nur halb so lange dauerte, wie die drei Schritt zum Tomatenbeet.
Sobald die Sonne uns genuegend Licht zum Arbeiten spendete, hoerten wir ein lautes Brummen auf uns zurollen...die Tomatenmaschienen kamen auf das Feld, platzierten sich und klappten unsere Arbeitsplaetze aus. Die Monster lassen je Tomaten Reihe zwei Sitze runterhaengen mit denen man dann auf der Hoehe der Tomaten durch die Reihen faehrt und sie aus den Buschen pflueckt. Diese werden dann durch ein Transportband in die Mitte der Maschichen gebracht und gesammelt. Ich bin ja fuer Gelichberechtigung aber das Wort kennen die Bauern zum Glueck hier nicht und so muszten die Maenner hinter uns Maedels mit einem Eimer laufen und den haengen gebliebenen Rest einsammeln.
8 Stunden mit 15 Mitnuten Pause schlugen wir uns dann durch die Buesche und versuchten so schnell, wie die anderen die Tomaten zugreifen, ohne die Bekanntschaft von Krabbelfiechern zumachen. Naja...die ein oder andere Tomate blieb dann bei mir heangen, da eine darauf sitzende Spinne mich mit ihrem fiesen Blick davon ueberzeugte, dass diese Tomate hier Zuhause war. Das war dann meine kleine Rache an die Maenner, die uns die Nacht mit Gegroelle und Gesaufe wach hielten. Sollten die sich doch mit den Tierchen rumaergern.
Ich kann mir nicht vorstellen wie man diese Monotonie waehrend der Arbeit
(ausser die aufregenden Momente, wenn der 'Supaweiser' seinen neusten Fund, wie Froesche und Schlangen einem in den Schosz wirft)
und die darauffolgenden Rueckenschmerzen drei Monate aushaelt, wie einige hier. Na zum Glueck wissen wir wann das wieder ein Ende hat....
Vorher und nachher...

4 Kommentare:

Melanie hat gesagt…

Oh, no. Mann, das klingt ja echt nach einer Menge Abenteuer. Um die Spinnen auf den Tomaten beneide ich Euch nicht so, die wären mein Untergang. Dafür umso mehr um die Erfahrungen, die das mit sich bringt. Bei der Beschreibung des Hostels ist mir ganz übel geworden. Klingt, als müsste man seine Hygienevorstellungen über den Haufen werfen. Wann fahrt ihr weiter?? Liebe Grüße...

Melinda hat gesagt…

Am 29.07 werde ich weiter reisen die Kueste lang ...aber bis dahin muessen wir es noch aushalten und ihr werdet nicht glauben..man gewoehnt sich daran und bewegt sich dann auch entsprechend in dem Hostel entwas vorsichtiger, aber es gibt auch echt nette Leute hier die es ertraeglich machen....gruesse Melinda

Anonym hat gesagt…

Oh man das sieht ja heftig aus. DU hast bin 8h nur 15 min Pause??? Dasist ja die pure Sklavebtreiberei...hoffentlich lohnt sich das wenigsten ein bischen....Aber du siehst lustig aus mit dem Cape..wenn du das bist :)

Melinda hat gesagt…

Ja das bin ich. Einerseits schuetzt das Ding vor der Sonne die hier auch im Winter boesen Sonnenbrand verursachen kann und sie schuetz vor Tieren, die sich in den Haaren verfangen koennten, wenn ich gerade mal wieder mit dem Kopf in den Tomatenbueschen stecke.

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