Samstag, 11. Februar 2012

Colva Beach

Unser kleiner Zwischenstop am Colva Beach stellte sich für uns schöner heraus, als erhofft. So gibt es hier mehr zu sehen als erwartet. So sehen wir viele Einheimisch und viele Einheimische sehen uns. Ein von uns kurz geplanter Spaziergang am Strand wurde zu einem Tagesausflug, obwohl wir nur jeden dritten Einheimischen den Gefallen getan haben, für ein Foto stehen zu bleiben. Nach zwei Stunden fanden wir dennoch einen Platz, an dem wir dann endlich ungestört den staub-feinen weißen Sand genießen konnten. Der ist hier so fein, dass er unter den Füßen knirscht.
Es scheint als wäre man hier immer unter Beobachtung, sogar unter der Dusche habe ich jemanden angetroffen, der mich feucht fröhlich beim einseifen beobachtete.


Sonntag, 5. Februar 2012

Arambol – Neukoelln – Prenzlauer Berg - Mallorca

An all diesen Orten war ich schon und sie haben alle etwas gemein. Sie vereinen die verschiedensten Menschen. Die Individualisten und Künstler die sich abgrenzen wollen, die, die es ihnen gleich machen wollen und die, die von diesen fasziniert sind. Das ganze wird umrahmt von eine ganzen Menge Ballermanntouristen, welche die Gastfreundlichkeit der Einwohner etwas zu weit strapazieren. Dies ist mir nur all zu gut bekannt. Ob Hippster in Neukölln oder Hippies in Arambol, ob Schwaben in Prenzlauer Berg und Yuppies hier in Goa, ob Deutsche auf Mallorca oder Russen in Indien. Alle diese scheinen auf der Suche nach etwas zu sein.
So suchen eine deutsche und ein französische Mutter im Cafe Lumelle nach dem hübscheren Kleidchen für ihre Töchter, deren Werte so einige Monatslöhne übersteigen. So suchen einige Touristen nach mehr Aufmerksamkeit durch das stetige benutzen einer Hupe auf einem viel zu schnellen Motorroller, der beim Vorbeifahren nur knapp unsere Füße verfehlt. So suchen viele gerade am Strand die Liebe zu sich selbst, in den unzähligen Yoga und Tantrakursen und glaube so mehr sie bezahlen so näher kämen sie ihrem Ziel. Aber keiner schein angekommen zu sein. So sind wir mittendrin und fragen uns: Und was suchen wir?


Mittwoch, 1. Februar 2012

Mumbai

Mumbai ist anders als die anderen großen Städte die ich in Indien besucht habe. Noch westlicher und toleranter. Obwohl draußen auf den Straßen ein Hektik herrscht als müssten alle schnell von A nach B kommen, lässt man sich am zentralen Büro für Reservierung der Bahn sehr viel Zeit. Wir kamen zwar sehr schnell ran und die Ticket waren auch schnell ausgestellt, aber nach dem wir unsere Pässe kopiert haben (eine Kopie des Passes muss man immer dabei haben, das wussten wir natürlich nicht) waren wir die ersten in der Schlange...aber auch die einzigen am Schalter, denn den die Dame hinter der Scheibe war weg. Sie kam auch wieder, nach dem Sie ihren Einkauf erledigt hatte. Auch solche Wartezeiten müssen wir uns nun einstellen.

Da sich der Preis unseres Hostels tagsüber nicht änderte, wechselten wir nach dem Besuch des Zugbahnhofes in ein anderes Hostel, eines der Heilsarmee.
Unser Schlafzug sollte erst am nächsten Abend um 23 Uhr die Stadt verlassen und so verbrachten wir die restliche Zeit mit Sightseeing --- und wir waren die Attraktion. Eine halbe Stunde sitzen am Gate of India hätte uns ein vermögen eingebracht, wenn wir uns mit den Fotografen dort auf eine Beteiligung von 5 % verabredet hätten. Denn wir wurden mit Alt und Jung, Schön und Hässlich, Arm und Reich und mit vielen und einzelnen Einheimischen abgelichtet. So ist es in Indien... man bekommt nicht nur was zu sehen man wird auch gesehen.

Montag, 30. Januar 2012

Die Ankunft in Mumbai

Eine Ankunft in Indien ist wie ein Sprung ins kalte Wasser. In dem Moment des Eintauchens möchte man so schnell wie mögliche wieder raus ins Warme. Aber nach ein paar Sekunden lässt der Schock nach und man empfindet das Wasser als sehr erfrischend und belebend. Und so ist auch Mumbai erfrischend und belebend auf seine eigene Art.
Die Ankunft war, wie üblich hier, mitten in der Nacht. Das heißt, man betritt eine völlig verborgene Welt, die sich hinter einem feuchten dunklen Dunst versteckt und man nur erahnen kann, wo man gerade vom Taxifahrer abgesetzt wurde und wer einem beim Aussteigen alles beobachtet.
Um zu unseren Hotel zu gelangen, mussten wir einen Aufgang hinauf, den wir durch eine fast verschlossene Gittertür betreten haben. Hinter uns sagte ein Stadtbewohner, dass das Hostel schon voll wäre, er aber bereit ist, uns zu einem anderem Hotel zu begleiten. Meine Erfahrungen der letzten Reise haben mich gelehrt solche Aussagen immer selbst nochmal zu überprüfen. So haben wir dennoch an der Klingel an der Tür zum Hostel geklingelt. Und wer hätte es geahnt...es waren noch ein paar Zimmer frei. Der Umstand, dass wir mitten in der Nacht ankamen und eine etwas längere Reise hinter uns hatten, lies mich weniger verhandlungs-freudig sein und wir bezahlten für ein Doppelzimmer ohne Bad ein halbes Vermögen.

Indien der Süden

Da meine Begleiter des letzten Aufenthalt diesen Wunsch – noch mehr von Indien zu sehen, nicht mit mir teilten, musste ich mir einen neuen Reisegefährten suchen. Und so bin ich nun mit Peter unterwegs, der noch nie Europa verlassen hat und noch mehr Angst vor Getier, was mehr als zwei Beine besitzen, als ich hat. Genau der richtige Gefährte, da man sich gleich viel mutiger und wissender vorkommt neben einem Indienneuling wie er.

Sonntag, 4. April 2010

Mein schönes Berlin

6 Uhr in der Früh schaue ich mir hell wach meine Fotos von der Reise an. Schon drei Wochen bin ich wieder hier in Deutschland und langsam holt mich eine Art von Alltag ein. Dies ist aber nicht mein Alltag und er soll es auch nicht mehr werden.


Ich werde wehmütig bei dem Bild, welches sich mir bietet, wenn ich die deutsche Gesellschaft mit meinen neuen Augen betrachte. Augen die viele Eindrücke aufgenommen haben in den letzten Monaten und welche sich tief in die Seele eingebrannt haben.


Ich möchte nicht, dass dies mein Alltag wird, indem Menschen mit ausdruckslosen Gesichter durch die Straßen wandern, Menschen die taub gegenüber dem Gesang der Vögel und blind gegenüber ein Lächeln der anderen sind, Menschen deren Leben von Wohlstand beherrscht wird und sich dennoch arm fühlen. Sie interpretieren im Weiß ihres Daseins jeden kleinen Schatten als Nacht.


Brauchen wir schwarze Zeiten um die Lichtblicke im Leben zu schätzen? Anscheinend Ja, sonst würde mir die arme Ferne nicht glücklicher vorkommen, als die Menschen hier in einer Gesellschaft, die alles hat.

Donnerstag, 11. März 2010

Outtakes

Unserer Kamera entging nix...somit das SChönste zum Schlusszzz...

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