Donnerstag, 28. Januar 2010

Im Paradies

Als Abschluss unserer Reise in Vietnam sind wir vom Stress auf die Insel Phu Quoc gefluechtet und haben Vietnam nochmal von einer ganz anderen Seite gesehen. Hier laeuft die Uhr noch etwas langsamer und alles ist viel bequemer auch die Wellen des Meeres nehmen sich mehr Zeit.
Voll getankt mit Sonne geht es nun auf in den Norden nach Kambodscha, wo neue Leute, Braeuche und Abenteuer auf uns warten....

Donnerstag, 21. Januar 2010

Vietnam - mit gemischten Gefühlen

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Diese Land hat viel zu bieten...ohne Frage, aber gerade deswegen stehe ich nun diesem Land mit gemischten Gefühlen gegenüber. Um es zu lieben ist es viel zu hässlich und um es zu hassen viel zu schön. Denke ich darüber nach, was mir hier nicht gefallen hat überfällt mich Wehmut, da der Verdacht, dass das Adoptierten des Westens der Grund für das Unschöne ist, sehr nahe liegt. Als würde man einer wunderschönen Blume mit nur einer Blüte Düngemittel geben und viele hässliche kleine Blüten dadurch mit erwecken. Immer wieder begegnen einem die selben Situationen, entweder entdeckt man in der wahren Schönheit des Landes ein dreckiges kleines Detail oder gerade wenn man geschockt von der Widerlichkeit ist, kommt ein kleiner Lichtblick hervor...
Verfolgte ich einen wunderschönen Schmetterling durch ein saftig grünes Reisfeld, in dessen Wasser sich der tiefblaue Himmel spiegelt, führte er mich zu einen zweitem Schmetterling mit dem er anfing umher zu tanzen bis sie beide auf eine weggeworfenen Pepsidose landeten.
Kämpfte ich mich durch das Touristenviertel einer kleinen Hafenstadt, bedrängt von Verkäufern, die mir ihre Ware anboten, dessen Preis sie an meiner weißen Haut bemaßen, kam ich zu einer kleinen alten Frau, die mir dankend die Tiernamen ihrer kleinen Porzellanfiguren auf Vietnamesisch beibrachte, mit einem schönerem und liebevollerem Lächeln als das der viele jungen Schönheiten, die die Märkte zierten.
Fuhr ich mit einem kleinen Holzboot durch die Auswüchse des Mekongs, durch Palmen und Früchte, die das Ufer schmückten, an kleine Bambushäuser vorbei, an dessen Steg kleine Kinder spielte, traf ich auf einen Strom, der alles Neue aus der Stadt mit sich brachte, Plastiktüten, Gummilatschen, Tetrapack, Styroporkästen...
Und wer ist schuld? Ich... die Badelatschen zum Duschen braucht, ich... die Cola mit Eis zu ihrem Essen trinkt, ich... die ihre handgeschneiderte Jacke in einer Plastiktüte vor dem Regen schützt?
Genau ich sollte die sein, die sich mit diesem Wasser aus dem Fluss die Zähne putzt und nicht das Mädchen auf dem Steg.

Can Tho

Trotz fetter Erkältung machte ich mich heute mit den anderen Drein um 6 früh auf um die schwimmenden Märkte Can Thos zusehen und das frühe Aufsteht hat sich wirklich gelohnt, aber seht selbst...

Mittwoch, 20. Januar 2010

Ho Chi Minh City - Saigon

Es überrascht mich, dass solch ein kleines Land solch eine Vielfältigkeit in ihrer Eigenart aufzeigen kann. Endlich haben wir die Wolkendeck völlig hinter uns gebracht und nach einen Tag in Saigon (die meisten Vietnamesen selbst nenne es immer noch Saigon) wünschen wir uns schon die Kühle des Nordens zurück. Die Sonne sieht man hier in Saigon nicht, dazu ist die Smogwolke einfach zu dick, aber dennoch - oder gerade deswegen drückt die Hitze ganz schön und stieg den Mädels zu Kopfe. Saigon ist noch mal ganz anders als Hanoi. Hier drängt sich der Unterschied zwischen Arm und Reich und Ost und West am stärksten auf. Coffee Shops, Edelkaufhäuser, teure Hotels und Restaurants, deren Preise so einigen berliner Einrichtung Konkurrenz machen, stehen Seit an Seit mit kleinen wandernden Straßenshops und Verkäuferin deren Quantität und Varianz der Waren nicht selten auf ein handgemachtes Produkt reduziert ist; gegenüber von einem der teuersten Residenzen in der Stadt wäscht ein alter Mann sein einziges Hemd an einen öffentlich Schlauch der zu Bewässerung der Stadtpflanzen gedacht ist. Woher man weiß, dass dies ein einziges Hemd ist?...nur eine Vermutung aber warum sollte er nichts anderes als nur eine Hose tragen, wo die Kultur hier eine Bedeckung des Oberkörpers auch bei Männern erwartet.

Dienstag, 19. Januar 2010

Busfahren in Vietnam – auf dem Weg von Hoi An nach Saigon

Das ist hier echt ein Abenteuer. Beim Kaufen des Open Bus Ticket fragte man uns ob wir sitzend oder liegend reisen möchten. Bei einer Strecke von über 24 Stunden war die Vorstellung diese schlafend zu verbringen doch ein Wehmutstropfen bei den Straßen hier in Vietnam. Ok slepper ist ein gut Sache, wenn man sich dort nicht wie in eine Sardinenbüchse vorkommt. Viele europäische Mitreisende, überwiegend Männer hatten arge Probleme in die kleinen Betten in Länge und Breite rein zu passen, zum Glück nicht unsere Männer der kleinste hatte sich gleich eins der zwei XXL Betten in dem Bus reserviert und reiste somit auch vorwiegend nicht gekrümmt. Aber dennoch ist das größte Problem nicht der Bus selber sondern einfach die Straßen. Man hatte schon das Gefühl, dass der Busfahrer noch mal extra auf das Gas trat um den kommenden Hügel auch so richtig auszunutzen. Achterbahnfahren in einer der deutschen Spaßparks ist nichts gegen die Aufregung die man verspürt, wenn man einem der oberen Betten 30 cm liegend in die Luft hüpft, so dass die Nasenspitze nur knapp eine Kollision mit der Decke entgeht....aber auch nur weil man inzwischen mindestens eine Hand zum Abfedern der Sprünge verwendet. Die Antwort auf die Frage eines besorgeten japanischen Vaters ob seiner Familie ein Anschnallgurt zur Verfügung steht, wurde von zweitem Busfahrer mit ein „NO“ abgewehrt als hätte man ihn um das Servieren von Kaviar und Champagner gebeten....so ein unnötigen Luxus hat man wohl abgeschafft. Die Überreste eines Gurtes fand ich an der Seite meines Bettes, während ich verzweifelt nach einer Möglichkeit suchte meinen Körper irgendwie ans Bett zu fesseln, da ich keines Wegs meinem Rucksack folgen wollte, der auf dem Mann unter mir bei einer der Sprungaktionen landete.

Nach dem wir so einige blaue Flecken hatten, man uns zwei Mal fast in einen Ort sitzen lassen hat bei der Pause...28 Stunden Fahrt und nicht mal 20 Minuten Essenspause wurde einem gegönnt, zum Glück gab es Gäste die unser Fehlen bemerkt haben...wie schon erwähnt es gibt auch äusserst freundliche und liebe Menschen hier im Land (die vielleicht hier in diesem Blog etwas zu kurz kommen)...sind wir nach 28 Stunden Rumgeschüttel in Saigon destrict 1 angekommen und schneller wieder in den liegenden Zustand zurückgekehrt, als man nach einer so langen Fahrt in einen SLEEPER erwarten würde....man war das anstrengend!....

Freitag, 15. Januar 2010

Hoi An

Die Fahrt nach Hoi An war doch viel entspannter als die vorherigen Busfahrten, was aber auch an den 5km/h Geschwindigkeitsbegrenzung in den kleinem Bergpass lag den wir überqueren mussten. Somit hatte ich ein schönen Ausblick auf die in Wolken liegenden Berge und Seen in den Tälern.

Der Lonly Planet warnt einem vor dieser touristischen Stadt Hoi An. Das sie anders ist, als die bis dahin besuchten Städte, merkten wir schon an unserem Hotelbesitzer. Dieser meinte, wenn es uns nicht gefällt, dass er nun plötzlich doch mehr für ein Zimmer berechnet (nachdem wir nur aufgrund des Angebots seiner Tochter das Hotel betraten und die anderen beiden schon ein Zimmer bezogen haben) dann könnten wir auch einfach ein anderes Hotel suchen....(mit mind 15 kg Gepäck auf den Rücken...Handgepäck nicht eingerechnet) Naja langsam verlieren sogar die Gemütlichsten unserer kleinen Reisetruppe (das bin nicht ich...siehe Taxifahrt) die Geduld mit der doch so unehrlichen Verhandlungsweise der Einheimischen (Ausnahmen ausgeschlossen und davon gibt es zum Glück einige). Wir entschieden uns zubleiben, obwohl der Ärger noch etwas länger in unseren Bäuchen grummelte....“ruhig bleiben und einfach immer lächeln“.

Am Ufer des De Vong Rivers angekommen wussten wir was Mr. Lonly Planet meinte, auf einen Einheimischen kommt mindestens eine Person mit Fotoapparta (Canon 7D oder Nikon 5D) um den Hals und die Preise haben sich auch der Kaufkraft dieser Touristen angepasst. Dennoch gab es noch genug authentischen Trubel und kleinen Plastikhocker- Imbisse auf der Straße, bei denen wir gerne nicht von der Karte sondern einfach vom Tisch: Reis und Gemüse oder eine traditionelle Pho essen konnten.


Mittwoch, 13. Januar 2010

Hué

"Ja hier finde ich es schön" ...bis auf das Wetter...man kann von jedem etwas in Hué finden...Stress von Hanoi...Grünes von Ninh Binh, Ruhe von der Ha Long Bay und Historisches von allem...

Da die Jungs es sich nicht nehmen lassen konnten die Kriegsschauplätze des Vietcong zu besuchen und in deren Tunnel rum zu kriechen, wollten wir Mädels auch was gefährliches tun.... Fahrrad fahren...ja nicht in Deutschland sondern auf den Straßen Vietnams...gut dass die Muttis das nicht gesehen haben, wie wir zwei Blond-schöpfe mit klapprigen Rädern uns unseren Weg durch hupende Mopeds und Autos suchten...nach dem Motto „immer mit der Masse mit“, damit die Wahrscheinlichkeit kleiner ist überfahren zu werden. Der Regen und durchnässte Sachen hielt uns dann davon ab alle Gräber abzuradeln...naja und fehlender Orientierungssinn...was aber an der ungenauen Karte des Lonely Planet und dem fehlendem Verständnis bei den Vietnamesen uns zu helfen lag (wenn man was kaufen will sind sie so nett, aber den Weg wollen sie einen nicht zeigen....hmmm?? naja zum Glück nicht überall... in Hanoi bekamen wir auch mal kostenlosen Rat)

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