Dienstag, 16. Februar 2010

Valentinstag – von Bangkok nach Kolkata


“Das Klo Indiens” oder so ähnlich nannte es ein Schriftsteller und war der Meinung, dass Kolkata es nicht wert wäre, darüber zu schreiben. Das ist es aber und dies mit großer Sicherheit. Der Tod fliegt in Gestalt von schwarzen Raben durch den Smog der Stadt, welcher es fast unmöglich macht, die Sonne am Himmel zu entdecken. Das Gehupe der gelben Taxis mischt sich mit dem Flehen der Bettler. Die Strassen Kolkatas sind alles… Küche, Markt, Arbeitsplatz, Mülleimer, Spielplatz, Toilette und Schlafzimmer… dennoch fühle ich mich von ihr angezogen. Sie strahlt auf ihrere sehr eigene Art eine Faszination aus, die sich nicht in Worte fassen lässt. 
 
Unsere Bleibe entspricht dem Bild der Strasse… nachdem wir ein Haus betraten mit einer dreckigen Fassade und Gittern vor dem Fenstern, stiegen wir ein Treppenhaus hinauf, welches von Müll und Schmutz an den Wänden gepflastert war. Oben angekommen, passierten wir mit einem Blick auf andere Dächer, die nur als Silhouette durch die dicke braune Wolke in der Luft zuerkennen waren, einige Blechhütten mit kleinen Kindern und Frauen drin bis vor einer Tür mit Stahlriegel. Unsere Erwartung an das Zimmer waren allein durch den Weg dahin schon sehr geprägt und wurden dann aber enttäuscht…eines der saubersten und besten Zimmer, die wir auf unserer Reise bewohnten, wartete hinter der verschlossenen Tür…Hier sind sich Reich und Arm noch näher als irgendwo anders…

Samstag, 13. Februar 2010

Schlechter Start in Bangkok

Wir können ja nicht immer nur Glück habe und somit pachteten wir unser Pech gleich für 24 Stunden am Stück. Als würde sich Kambodscha nochmal von der guten Seite zum Abschied zeigen, lief alles gut bis wir die Grenze zu Thailand überquert hatten.
Um 3 Uhr nachmittags saßen wir immer noch wartend kurz hinter der Grenze und wussten nicht warum es mit unserer Reise nicht weiter geht. (geplannte Ankuftszeit in Bangkok 3 pm !!!)
Nach 12 Stunden Reisen für eine Strecke von 4 deutschen Reisestunden, sind wir dann völlig hungrig, durchgeschwitzt und genervt in Bangkok angekommen, um festz
ustellen, dass unser doch etwas teureres Hotel NICHT unsere Mail gelesen hatte, welche auf unsere Verspätung hinwies und unsere Zimmer gleich weiter vermietet hat. Ohne Hostel (in Bangkok sollte man unbedingt vorbuchen), ohne was zu Essen im Bauch und ohne Hilfe vom Hostelmitarbeiter, der den vermeintlichen Fehler begangen hat seine Mail nicht zulesen, waren wir nun mit schweren Gepäck auf der Suche nach einer Bleibe...doch es sollte nicht besser werden. Unsere Not (es war schon um 10 abends...) zwang uns einem wirklichen schrecklichen Zimmer zunehmen, und uns über zwei Discos, eine mit Hardrock und die andere mit Mallorca Hits 2000 in den Schlaf wiegen zu lassen.
Der neue Tag und neues Glück brachte uns dann ein ruhigeres Plätzchen und etwas Erholung, sodass wir auch die skurilen und schrägen Seiten Bangkoks ohne Nervenzusammenbruch überleben konnten....nur schnell weg hier....

Siem Reap und Angkor


Kambodscha ist vom Wesen doch nochmal ganz anders als Vietnam, was auch der Grund war, warum wir länger als geplant in Siem Reap geblieben sind. Statt uns voreiglig in das westliche Getümmel von Bangkok zu stürzen, wollten wir uns etwas mehr Zeit für die vergangenen südöstlichen Kultur nehmen, um diese in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu geniessen.
Angkor haben wir uns an drei verschiedenen Tagen angeschaut. Einmal, weil es so groß und beeindruckend ist, dass man mehr als nur eine Reise braucht, um es im Ganzem zuentdecken und zum Anderem, weil die Hitze und die Größe des Parks es auch kaum möglich macht, dort an einem Tag durch zu rennen. Die Tempel sind zum Teil gut erhalten oder wieder errichtet worden, sodass man (wenn man nicht gerade in eine Tourigruppe läuft) einen Hauch von ganz alter Mystik zu spüren bekommt.

Samstag, 6. Februar 2010

Kids in Cambodia II

Ich habe gestern Dr. Beat Richner kennen und schaetzen gelernt. Ohne sein Projekt wuerden jedes Jahr 80.000 Kinder in Cambodia sterben....


Dies mit den eigenen Augen zu sehen ist fast unertraeglich...

Dienstag, 2. Februar 2010

Kinder in Cambodia

-->
Herzerwärmendes Lächeln, schallendes Kinderlachen, platschende kleine Füsse auf den Steinen...
so viele Kinder habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
Sie schauen mit großen hungrigen Augen, bieten mit Schmollmündern Bananen zum Verkauf an, sammeln mit Stöcken in der Nacht den Müll der Reichen, liegen vor ihren bettelnden Müttern auf der Straße...
so viele arme Kinder habe ich noch nie gesehen.
Und dennoch toben sie und rennen sie mit einer Naivität und Leichtigkeit durch die Gassen, dass...
es mit die glücklichsten Kinder sind, die ich je gesehen habe...
denn nur ich weiß was ihnen fehlt.

Phnom Penh

Irgendwie habe ich erwartet, dass cambodianische Großstädte doch Ähnlichkeiten mit vietnamesischen Städten haben...falsch gedacht, eine Stadt mit 2 Mio. Einwohnern muss nicht stressig sein...Phnom Phen zeigt`s wie es geht....
Jedes Land hat dunkle Jahre hinter sich. Einige haben in Cambodia die Roten Khmer verursacht.
Bilder vom Genozid Museum ohne Kommentar....

Kampot – Besuch der Geisterstadt Bokor Hill Station

Nach 4 Wochen durch Vietnam reisen haben wir zu Fuß (nicht das wir eine Wahl gehabt hätten) die Grenze zu Kambodscha überquert. Unser erstes Ziel sollte die Geisterstadt Bokota sein, welche vor dem 2. Weltkrieg als Urlaubsort für die Franzosen ausgebaut wurde. Seit 1954 sind die Gebäude dieser kleinen Siedlung auf dem Berg nahe Kampot verlassen und unbewohnt. Der Reiseguide weist darauf hin, dass diese Geisterstadt nicht mehr lange steht, da ein Hotelkoenig diese wieder auferstehen lassen will und in ein 5 Sterne Resort verwandeln will.
Somit gibt es keine Touren nach oben sondern nur halb heimliche Tracking-Trips durch den Busch.


Man klettert ja nur 2,5 Stunden durch den Jungel, dann noch mal 1,5 auf einen Pickup auf Schotter und schon sieht jedes Geaeude einfach einmalig aus, allein schon wegen des Aufwandes,den man betreibt um diese zu sehen. Von uns Vieren hat es leider nur eine bis auf die Bergspitze geschafft. Einer gab schon vorm Ticketkauf auf. Die Zweite (und nun kann ich nicht mehr sagen, dass wir von ungeniessbaren Essen verschont worden sind) hat das Fruehstuecksei nicht vertragen und der Dritte musste sie den halben Weg auf den Schultern wieder runter tragen....da must ich nun alleine, die 51 Dollar verwerten und Fotos fuer drei machen....

Follower